Pandora Papers - EU-Parlament fordert Konsequenzen

Die Enthüllungen der Pandora Papers haben eindringlich gezeigt, dass Europa beim Kampf gegen Steuervermeidung und Geldwäsche endlich handeln muss. Es wird einmal mehr deutlich: Briefkastenfirmen dienen vor allem dazu, Eigentümerstrukturen zu verschleiern. Damit werden Steuerhinterziehung und Geldwäsche befördert. In dieser Woche hat das EU-Parlament eine Entschließung verabschiedet, die endlich Konsequenzen fordert.

 

Leider ducken sich die EU-Mitgliedstaaten immer weg, wenn es darum geht, Steueroasen klar zu benennen, auch wenn diese ihnen selbst am meisten schaden. Die meisten Staaten, die bei den Pandora Papers im Fokus sind, stehen gar nicht auf der schwarzen Liste. Die Britischen Jungferninseln, Hong Kong und mehrere US-Bundesstaaten, die in den Dokumenten prominent erwähnt werden, befinden sich auf keiner schwarzen Liste der EU. Es gilt deshalb, die EU-Methodologie zur Einstufung auf der schwarzen Liste zu hinterfragen. Auch Sanktionen können notwendig werden. Solange es keine spürbaren Folgen hat auf der schwarzen Liste zu stehen, wird sich in Sachen Steuertrickserei nichts ändern. Europa darf das nicht länger hinnehmen.